Auswirkungen des Klimawandels auf die Bodenerosion durch Wasser

Projektlaufzeit: 09/2009–03/2012

Projektziele:

  • Modellierungen zur  Bodenerosionsgefährdung bei Starkregen unter Berücksichtigung des Klimawandels.
  • Abschätzung zum Ausmass des zukünftigen vom Klimawandel beeinflussten Erosionsrisikos.
  • Ableitung von angepassten Erosionsschutzmaßnahmen.

 

Projektergebnisse:

  • Auf der Grundlage von Szenarien zu zukünftigen Starkregenereignissen wurden mit dem Modell »Erosion-3D« Berechnungen zur Entwicklung der Bodenerosion durch Wasser durchgeführt.
  • Die Analyse der projizierten Starkregenereignisse zeigte, dass die Häufigkeit der sommerlichen Starkregenereignisse abnimmt aber die Starkregenintensitäten zunehmen.
  • Durch die insgesamt niedigeren Jahresniederschläge und das erhöhte Verdunstungspotenzial nehmen die Bodenfeuchten zukünftig im Mittel ab. Inwieweit die geringeren Bodenfeuchten postiv oder negativ auf das Erosionsrisiko wirken kann nicht abschließend beantwortet werden, da die Erosionsmodelle bisher nicht ausreichend den Luftpostereffekt bei trockenen bzw. hydrophoben Bodenoberflächen beschreiben.
  • Ein zukünftig potenzieller Humusrückgang im Oberboden führt zu einer um etwa 5 Prozent erhöhten Bodenerosion, da infolge der geringeren Humusgehalte die Stabilität des Bodengefüges abnimmt.
  • Eine durch die Erwärmung bedingte im Jahresverlauf frühere Ernte kann zu einem erhöhten Erosionsrisiko führen.
  • Landnutzung und unterschiedliche Bodenbearbeitungsverfahren haben einen bedeutend größeren Einfluss auf das Ausmaß der Bodenerosion als die durch den Klimawandel erwarteten veränderten Rahmenbedingungen.
  • Für eine nachhaltige Lanwirtschaft ist eine konservierende Bodenbearbeitung bis zur Direktsaat die wirksamste Maßnahme gegen Bodenerosion.
  • Ergänzend dazu bieten sich für besonders erosionsgefährdete Teilflächen weiterführende Schutzmaßnahmen an. So kann es im Einzelfall erforderlich sein, reliefbedingte Abflussbahnen dauerhaft zu begrünen (Dauergrünland, Hecken, Staudenfluren, Wald).

Ansprechpartner im LfULG

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 42: Boden, Altlasten

Dr. Arnd Bräunig

Telefon: 03731 294-2803

E-Mail: Arnd.Braeunig@smekul.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de

Abschlussbericht

Schriftenreihe Heft 29/2012, Auswirkungen des Klimawandels auf die Bodenerosion durch Wasser

Veröffentlichungen

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