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Boden ist einzigartig

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(© Raphael Benning)

»Boden – die dünne Haut der Erde« Aufschluss im Tal der Zwickauer Mulde südwestlich der Stadt Aue.

Das Bild zeigt einen Aufschluss im Tal der Zwickauer Mulde südwestlich der Stadt Aue
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(© Raphael Benning)

Boden - Die Grundlage allen Lebens.

Das Bild zeigt einen Acker mit wachsenden Pflanzen

Kennen Sie ihn, den Boden unter Ihren Füßen?

Täglich betreten wir ihn, den Boden. Oft ganz unbewusst, denn er liegt allem zugrunde und ist in unserem Alltag meist unter Straßen, Fußwegen oder Gebäuden »versteckt«. Doch was ist eigentlich Boden? Darüber wissen die meisten nicht viel. Einmal ist er schwarz, einmal gelb, ein andermal grau oder auch rostrot. Einmal ist er aus groben Steinchen aufgebaut, andernorts aus ganz feinen Teilchen. Hier ist er feucht, fast nass und dort ganz trocken und staubig.

Boden ist die dünne, oberste belebte Schicht der Erde. Manchmal ist er nur wenige Zentimeter dick, manchmal einige Meter. Er erfüllt sehr viele wichtige Aufgaben:

  • Er ist Acker oder Viehweide (Nutzfläche für Ackerbau und Tierzucht),
  • er dient als Grundlage für Straßen und betonierte Plätze (Siedlungs- und Verkehrsflächen),
  • er bietet uns Erholungsraum,
  • er ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere,
  • er speichert Wasser und Nährstoffe,
  • er filtert und puffert Schadstoffe,
  • er liefert Rohstoffe,
  • er besitzt eine Archivfunktion.

Etwa die Hälfte des Bodens in Deutschland wird landwirtschaftlich für den Anbau von Nahrungs-, Futter- und Energiepflanzen genutzt. Auf einem Drittel steht Wald. Die restliche Bodenoberfläche ist von Siedlungs- und Verkehrsflächen bedeckt.

Es gibt eine Vielfalt an Böden, die sich unterschiedlich entwickelt haben und unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Sie werden daher unterschiedlich benannt. Typische Böden in Sachsen sind Braunerden, Parabraunerden, Podsole und Auenböden (Gley, Vega).

Die Verbreitung der Böden und ihr lokales Vorkommen ist abhängig von:

  • Dem anstehenden Gestein,
  • dem Klima,
  • der Pflanzen- und Tierwelt,
  • den Geländegegebenheiten,
  • dem Wasserangebot,
  • menschengemachten (anthropogenen) Einflüssen.

Obwohl die Böden eine wertvolle Lebensgrundlage für uns Menschen sind und vielfältige Aufgaben erfüllen, sind sie stark bedroht. Ungeeignete Nutzung, Verschmutzung durch Schadstoffe und Abfall, Versiegelung durch Bebauung und Verkehrswege, Erosion durch Wasser und Wind sowie Verdichtung der Böden sind Gefährdungen, welche die Leistungen unserer Böden gefährden.

 

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