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Bodenerosion

Meldeportal Bodenerosion online

Über das Meldeportal kann jeder aktuelle Schäden durch Bodenerosion melden.

Was ist Bodenerosion?

Durch Bodenerosion geht fruchtbarer Boden verloren.

Wissenschaftlich versteht man unter Bodenersion die Ablösung, den Transport und die Ablagerung von Bodenmaterial. Dabei werden Bodenpartikel von der Bodenoberfläche zunächst durch Wasser oder Wind abgelöst und transportiert. Wenn die Transportkraft nicht mehr ausreicht, die vorherrschenden Widerstände (z.B. Oberflächenrauhigkeit) zu überwinden, gelangen die Bodenpartikel zur Ablagerung.

Problematik der Bodenerosion in der Landwirtschaft

  • Insbesondere sind Ackerflächen von Bodenerosion betroffen.
  • Durch den Verlust des Bodens werden vielfältige Bodenfunktionen erheblich beeinträchtigt, wie z.B. Produktionsfähigkeit und Wasserspeichervermögen der Böden.
  • Bodenerosion gefährdet das Ziel einer nachaltigen Landwirtschaft.
  • Die durch Bodenerosion verursachten Schäden außerhalb von Ackerflächen, wie z. B. abgeschwemmtes Bodenmaterial auf Verkehrswegen oder im Siedlungsbereich werden in der Öffentlichkeit oft stärker wahrgenommen, als die damit verbundene Bodendegradierung.
  • Zahlreiche Forschungsergebnisse belegen, dass in Deutschland seit dem frühen Mittelalter auf ackerbaulich genutzten Hängen durchschnittlich 50 cm Boden abgetragen wurden. Die Natur kann aber nur etwa 0,1 mm Boden pro Jahr neu bilden. Das heißt, dass Boden 4-mal schneller erodiert als neu gebildet wird.
  • Oft wird die Problematik der Bodenerosion unterschätzt, da es sich um einen schleichenden Prozess handelt, der im Zeitmaßstab eines Menschenlebens kaum beachtet wird.
  • Insbesondere seit den 60er Jahren begünstigen zahlreiche Entwicklungen in der Landwirtschaft die Bodenerosion, wie z. B. die intensive Bodenbearbeitung und die Flurbereinigung zu großen Ackerschlägen.
  • Eine erste Trendwende im Ackerbau vollzieht sich seit den 90er Jahren im Zusammenhang mit der bodenschonenden Bewirtschaftung durch eine weniger intensive Bodenbearbeitung (Verzicht auf das Pflügen).
  • Um Zahlungen von der EU zu erhalten (sogenannte Direktzahlungen), müssen Landwirte auch Mindestanforderungen zum Schutz vor Bodenerosion erfüllen. Die Anforderungen des Bundesbodenschutzgesetzes umfassen jedoch mehr. Zum einen die Vorsorge im Rahmen der »guten fachlichen Praxis« (§17 BBodSchG) auf allen erosionsgefährdeten Standorten und zum anderen die Gefahrenabwehr bei einer schädlichen Bodenveränderung durch Bodenerosion (§8 BBodSchV). Auf diesen Sachverhalt wird ausführlicher im LfULG Infodienst Landwirtschaft 2/2017 eingegangen. Infodienst Landwirtschaft 2/2017 (*.pdf, 0,11 MB)
  • In Sachsen treten vor allem in den ackerbaulich genutzten Lösshügelländern Probleme durch Wassererosion auf.
  • Die Problematik der Windersion ist in Sachsen vergleichsweise gering. Vor allem Böden der nördlichen Sand- und Sandlössregion können jedoch mehr oder weniger durch Windersoion gefährdet werden.
  • Eine erste Trendwende vollzieht sich seit den 90er Jahren im Zusammenhang mit der Bodenschonenden Bewirtschaftung (konservierende Bodenbearbeitung).
  • Die durch Bodenerosion verursachten Schäden außerhalb von Ackerflächen, wie z.B. abgeschwemmtes Bodenmaterial auf Verkehrswegen oder im Siedlungsbereich werden in der Öffentlichkeit oft stärker wahrgenommen, als die damit verbundene Bodendegradierung.
  • Gefährlich an der flächenhaften Bodenerosion ist, dass es sich dabei um einen schleichenden Prozess handelt, der im Zeitmaßstab eines Menschenlebens kaum beachtet wird.
  • In Sachsen treten vor allem in den ackerbaulich genutzten Lösshügelländern Probleme durch Wassererosion auf.
  • Die Problematik der Winderosion ist in Sachsen vergleichsweise gering. Vor allem Böden der nördlichen Sand- und Sandlössregionen können jedoch mehr oder weniger durch Winderosion gefährdet werden.

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