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Bodenmonitoring

Böden unterliegen im Laufe der Zeit verschiedenen Veränderungen, deren Ursachen und Auswirkungen es zu untersuchen gilt.

Um die Art und das Ausmaß von Veränderungen feststellen zu können, werden an ausgewählten Standorten deren Böden durch ein spezielles Boden-Dauerbeobachtungs-Programm (oder Bodenmonitoring) überwacht. In Zusammenarbeit mit den Landwirten können aus den Mess- und Analysenergebnissen die Empfehlungen zur umweltgerechten, nachhaltigen Flächennutzung gegeben werden.

Lommatzscher Pflege  © Holger Forberg

Diese Boden-Dauerbeobachtungsflächen (BDF) werden in zwei Kategorien unterteilt:

BDF I  (Boden-Dauerbeobachtungsflächen vom Typ 1):

Die BDF I befinden sich auf gebietstypische Böden. Sie liefern grundlegende Informationen über deren physikalischen und chemischen Eigenschaften. Die BDF I werden in größeren Zeitabständen - ein bis fünf Jahre - beprobt.

Kriterien für die Auswahl der BDF I-Standorte:

  • Alle sächsischen Bodenlandschaften werden durch mindestens eine BDF erfasst (Pedoregionale Repräsentanz).
  • Alle sächsischen Naturräume werden durch mindestens eine BDF erfasst (Naturraumrepräsentanz).
  • Alle wichtigen geologischen Einheiten werden durch mindestens eine BDF erfasst (Geologische Repräsentanz).
  • Entsprechend der prozentualen Nutzungsverteilung werden BDF in Sachsen etwa proportional aufgeteilt (Nutzungsrepräsentanz). Die Waldflächen bearbeitet der Staatsbetrieb Sachsenforst.
BDF II Colditz  © Holger Forberg

BDF II (Boden-Dauerbeobachtungsflächen vom Typ 2):

Einige der BDF besitzen aus Sicht des Bodenschutzes besondere Bedeutung (Stoffbelastung, Empfindlichkeit des Bodens usw.). Deshalb werden sie zunächst analog zu den BDF I überwacht. Dementsprechend liegen die gleichen Grundinformationen vor. Als Besonderheit sind sie zudem dauerhaft mit Messgeräten ausgestattet, welche im stündlichen bis monatlichen Turnus Boden- und Klimadaten speichern. Zusätzlich befinden sich auf diesen Flächen Probenahmegeräte, um Bodenwasser und Niederschläge gewinnen und analysieren zu können.

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) betreibt seit 1995 das Boden-Dauerbeobachtungsprogramm, welches bis heute zu einem Netz von insgesamt 52 BDF I und 4 BDF II auf landwirtschaftlich genutzten Standorten ausgebaut wurde.

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