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Fachinformationssystem Boden

Der Boden ist neben Wasser und Luft eines der fundamentalen Umweltmedien und Bestandteil aller terrestrischen Ökosysteme. Der Boden wird vielfältig genutzt, beispielsweise durch Land- und Forstwirtschaft. In vielen Fällen wird er aber auch verbraucht, das heißt er wird ohne Nutzung seiner Eigenschaften und Potenziale entfernt, abgegraben, überschüttet oder überbaut. All diese Maßnahmen haben jedoch auch den Verlust seiner ökologischen Funktionen als Ausgleichs-, Puffer-, Speicher- und Filtermedium und als Pflanzenstandort zur Folge. Um die Funktionen des Bodens zu erhalten oder wiederherzustellen, wurden sie vom Gesetzgeber mit dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) unter Schutz gestellt.

Wirksamer Bodenschutz setzt allerdings genaue Kenntnisse über den Zustand des Bodens sowie seiner vielfältigen Funktionen und Eigenschaften voraus. Als wesentliches Instrument zur Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgaben bedienen sich das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und seine untergeordneten Behörden des Fachinformationssystems (FIS) Boden, einem Teil des Umweltinformationssystem Sachsen (UIS).

Struktur des FIS Boden
Struktur des FIS Boden  © LfULG

Die Hauptaufgabe des FIS Boden ist es, die Vielzahl der im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und an anderen Stellen vorhandenen und im Zuge eigener Erhebungen permanent neu hinzukommenden bodenkundlichen und bodenschutzrelevanten Informationen zusammenzufassen und für Anwendungen verschiedenster Art verfügbar zu machen. Die Datenerhebung erfolgt unter verschiedenen Ansatzpunkten, dementsprechend fließen auch unterschiedliche Ergebnisse in das FIS Boden ein.

Aufschluss- und Probendatenbank

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(© LfULG)

Anzahl bodenkundlicher Aufschlüsse je TK25-Kartenblattt in der Aufschluss- und Probendatenbank des FIS-Boden (Stand: November 2018)

Die Abbildung zeigt den Umriss des Freistaates Sachsen. Diese wird überlagert von der Kachelung der Kartenblätter der Topographischen Karten im Maßstab 1:25.000. Unterschiedliche Farben visualisieren die Anzahl Aufschlüsse je Kartenblatt.
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(© LfULG)

Zeitliche Entwicklung der Anzahl bodenkundlicher Punktdaten in der Aufschluss- und Probendatenbank des FIS-Boden

Die Abbildung zeigt ein Diagramm, welches die Anzahl bodenkundlicher Aufschlüsse in der Aufschluss- und Probendatenbank im zeitlichen Verlauf der Jahre 1990 bis heute visualisiert.

Der gegenwärtige Erfassungsstand resultiert aus der Übernahme digitaler und analoger Altdaten aus der Erfassung von Archivaltdaten (z. B. Kippengutachten) sowie aus der ständigen Erfassung neu gewonnener Informationen (z. B. der bodenkundlichen Landesaufnahme, aus Studien- und Projektarbeiten sowie Gutachten). Derzeit befinden sich ca. 62.000 Stammdatensätze mit über 226.000 Horizontbeschreibungen zu bodenkundlichen Punkten in der Aufschlussdatenbank. Im Weiteren stehen 2.093.000 Einzelanalysen von 67.900 Bodenproben zur Verfügung.

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