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Zahlen und Fakten

In dem vom LfULG geführten digitalen Altlastenkataster (Sächsischen Altlastenkataster - SALKA) werden entsprechend VwV SächsAltK alle im Freistaat Sachsen bekannten Altstandorte und Altablagerungen im Sinne von § 2 Abs. 5 und 6 BBodSchG sowie betriebene und stillgelegte Deponien erfasst. Mit diesen Daten werden jährliche statistische Auswertungen durchgeführt. Die Zahlen geben einen Überblick über den Stand der Altlastenbearbeitung im Freistaat Sachsen.

Erfassungsstand

Bereits seit 1991 werden die in Sachsen bekannten Altlasten, Altlastverdächtigen Flächen und sanierte Altlasten systematisch im Kataster erfasst. Im Mai 2020 waren insgesamt 21.463 Gesamtflächen im Sächsischen Altlastenkataster registriert, die sich in insgesamt 30.729 Teilflächen untergliedern. Nach den einzelnen Flächenarten verteilt sich deren Anzahl wie folgt:

Flächenart Anzahl Gesamtflächen Anzahl Teilflächen
Altstandort 13.250 20.644
Altablagerung 7.790 8.321
Militärische Altlasten 423 1.764

Quelle: LfULG 2020

Kennzahlen der Altlastenbearbeitung

Nachfolgende Angaben wurden auf der Grundlage der Kennzahlen zur Altlastenstatistik der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) zusammengestellt. Die Kennzahlen werden jeweils für die Gesamtflächen ermittelt, wobei auch das Archiv des Sächsischen Altlastenkatasters einbezogen wird. In den Kennzahlen zu den Altstandorten sind auch die Militärischen Altlasten enthalten.

Kennzahlen Altablagerungen
(Anzahl der Gesamtflächen)
Altstandorte
(Anzahl der Gesamtflächen)
Gefahrenverdacht abklären 2.805 7.335
Altlasten 4.826 272
Sanierung abgeschlossen 1.430 1.955
Gefahrenverdacht vollständig ausgeräumt 1.019 3.646
Keine Gefährdung bei aktueller Nutzung 3.602 4.792

Quelle: LfULG 2020

Verteilung der Flächen

Die folgende Darstellung zeigt die prozentuale Verteilung der Anzahl von Flächen, bei denen der Gefahrenverdacht geklärt werden muss, Altlasten, sanierten Altlasten und Flächen, bei denen der Altlastverdacht ausgeräumt werden konnte. Weiterer Erkundungsbedarf besteht für die Flächen, bei denen der Gefahrenverdacht noch nicht geklärt ist. Für Altlasten sind Sanierungsmaßnahmen oder Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen durchzuführen, teilweise wurden diese bereits begonnen. Für die sanierten Altlasten können noch weitere Überwachungsmaßnahmen erforderlich sein.

Untergliederung in Teilflächen (Quelle: Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Erläuterung zu den Kennzahlen

Gefahrenverdacht abklären
Liegen Anhaltspunkte oder ein konkreter Verdacht für eine Altlast vor ist eine Gefährdungsabschätzung durchzuführen. Die Gefährdungsabschätzung wird für die derzeitige oder planungsrechtlich zulässige Nutzung durchgeführt und umfasst die Stufen Historische Erkundung, Orientierende Untersuchung und Detailuntersuchung.

Gefahrenverdacht ausgeräumt
Der Verdacht hat sich nach einer Gefährdungsabschätzung nicht bestätigt. Die Gefährdungsabschätzung auf der untersuchten Fläche ergab keine Gefahr für ein Schutzgut bei der derzeitigen oder planungsrechtlich zulässigen Nutzung (keine Gefährdung bei aktueller Nutzung) oder auch unabhängig davon (Gefahrenverdacht vollständig ausgeräumt).        

Altlasten

Nach der Bewertung durch die zuständige Behörde wurde grundsätzlich Sanierungsbedarf festgestellt. Die Sanierungsmaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen.

Sanierung abgeschlossen
Die Sanierungsarbeiten auf diesen Flächen wurden abgeschlossen, die Gefahr wurde beseitigt. Für die derzeitige oder planungsrechtlich zulässige Nutzung besteht keine Gefahr. Eventuell sind noch Maßnahmen zur Überwachung und Nachsorge erforderlich.

Kennzahlen der Altlastenstatistik

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