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Altlasten

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(© LfULG, A. Sohr)

Sanierung mittels Oberflächenabdeckung

Blick auf eine Sanierung einer Altlast mittels Oberflächenabdeckung
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(© LfULG, S. Gruhne)
Blick auf eine Altlast am Rand eines Teiches.
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(© LfULG, P. Kahl)

Landtechnisches Instandsetzungswerk Klotzsche

Blick auf eine Altlast in Dresden Klotzsche.
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(© LfULG, P. Börke)

Steinkohlenmahlwerk Hohndorf

Blick auf das Steinkohlenmahlwerk in Hohndorf.

Atlasten - Betrifft mich das?

Direkt kann Sie das Thema Altlasten betreffen, wenn Sie ein Grundstück kaufen wollen. Dann sollten Sie auf die Altlastenfreiheit im Kaufvertrag achten, eine Auskunft aus dem Sächsischen Altlastenkataster bei der zuständigen Bodenschutzbehörde  (Ansprechpartner) anfordern bzw. entsprechende Prüfungen zur Begrenzung der finanziellen Risiken vornehmen. Wichtige Aspekte sind beispielsweise die Entsorgungskosten von belasteten Böden oder auch Nutzungseinschränkungen.

Indirekt können Sie in Ihrem näheren oder weiteren Umfeld auf Altlasten treffen, in Gestalt von alten Industriekomplexen, Müllkippen, aktuellen Sanierungsbaustellen oder eben doch ganz „unsichtbaren“ Altlastverdachtsflächen. Typisch sind z.B. alte (stillgelegte) chemische Reinigungen, Tankstellen oder Gaswerke.

Nicht alle Altablagerungen bzw. Altstandorte (siehe Definition unten) sind Altlasten, sondern nur solche, von denen auch eine Gefahr ausgeht. Um das zu ermitteln bedarf es mehrerer Untersuchungsstufen bei denen die Ausbreitung von Schadstoffen über Boden, Wasser oder Luft verfolgt wird. Die Bewertung ist nutzungsabhängig, sensibel sind dabei insbesondere Kinderspielflächen und Wohngebiete, aber auch Kleingartenanlagen. Hat sich nach den Erkundungsstufen herausgestellt, dass es sich um eine Altlast handelt, ist die Gefahr durch eine Sanierung zu beseitigen. Das passiert durch Entfernen der Schadstoffe oder Unterbrechung der Ausbreitungswege. 

Sanierte Altlasten sind meist nicht mehr als solche zu erkennen. Nachnutzungen erfolgen oft durch neue Gewerbe- oder Industrieanlagen, aber beispielsweise auch durch Solaranlagen oder neue Wohnbebauungen.

Was sind Altlasten?

Als Altlast wird eine Fläche bezeichnet, die aufgrund unsachgemäßen Umgangs mit Schadstoffen in der Vergangenheit heute Probleme bereitet. Sie ist durch eine Verschmutzung des Bodens oder auch von Gewässern charakterisiert, die eine Gefahr für Mensch und Natur darstellt. Dies kann auch eine Einschränkung in der Nutzbarkeit von Grundstücken und bedeutende finanzielle Belastungen verursachen.

Nach Bundes-Bodenschutzgesetz werden Altlasten unterteilt in:

  • Altablagerungen: stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind…
  • Altstandorte: Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist…

und von denen schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden. Besteht ein Gefahrenverdacht, spricht man zunächst von einer altlastverdächtigen Fläche.

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