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Böden der Berg- und Hügelländer

Karte: Bodenregionen der Berg- und Hügelländer in Sachsen
Bodenregionen der Berg- und Hügelländer in Sachsen 

Im Sächsischen Bergland und Mittelgebirge hängen die Bodenbildungen vom jeweiligen Ausgangsgestein ab. Deshalb wird zwischen drei Bodenregionen unterschieden:

  • Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Sandstein
  • Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Magmatiten und Metamorphiten
  • Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Ton- und Schluffschiefern

Auch das Sächsische Berg- und Hügelland ist, mit Ausnahme der Kammlagen, durch einen hohen Anteil an landwirtschaftlicher Nutzfläche geprägt (40–60 Prozent).

Das Bild zeigt die Sandsteinregionen im Freistaat Sachsen
Elbsandstein- und Zittauer Gebirge  

Unter den Berg- und Hügelländern Sachsens nehmen Elbsandstein- und Zittauer Gebirge eine Sonderstellung ein.
Besonders im Elbsandsteingebirge hat die Erosion eine in Einzelblöcke zergliederte Landschaft geschaffen, die zudem in Folge unterschiedlicher Verwitterungsresistenz der einzelnen Schichten in charakteristische Tafeln gestaffelt ist. Die Oberflächen der Tafeln sind verbreitet mit einer dünnen Lössschicht bedeckt. Lediglich an stärker geneigten Hängen und in Schluchtbereichen dominieren sogenannte Verwitterungsböden, die unmittelbar aus dem Sandstein hervorgingen. Sie bilden ein nährstoffarmes, sandiges Substrat mit niedrigen pH-Werten bei geringem Wasserhaltevermögen und somit die besten Bedingungen zur Entstehung von Böden, die man als Podsole bezeichnet. Die Abbildung zeigt als charakteristische Bodenform der Region einen Podsol aus Sandsteinzersatz.

Das Bild zeigt einen Podsol aus Sandsteinzersatz.
Podsol aus Sandsteinzersatz  
Das Bild zeigt die Bereiche mit magmatischen und metamorphen Gesteinen in den sächsischen Mittelgebirgen.
Magmatische und metamorphe Gesteine der sächsischen Mittelgebirge  

Die sächsischen Mittelgebirge bestehen zum großen Teil aus magmatischen und metamorphen Gesteinen, die älter als 300 Mio. Jahre sind. Die daraus resultierenden Verwitterungsprodukte, vermischten sich mit unterschiedlichen Ausprägungen während der Eiszeiten mit dem angewehten Löss.

Eiszeitliche Gefrier- und Auftauprozesse schufen charakteristische Strukturen innerhalb dieser Böden. Diese Prozesse der so genannten »Kryoturbation« können am ehesten mit Begriffen wie »Verknetungen«, »Verwürgungen« oder »Vermengungen« beschrieben werde.

Ein typischer Boden im Erzgebirge ist die im Bild dargestellte Braunerde aus vermengtem Lösslehm und Gneiszersatz.

Das Bild zeigt eine Braunerde aus vermengtem Lösslehm und Gneiszersatz.
Das Bild zeigt schwach metamorphe Gesteinseinheiten im Vogtland.
Schwach metamorphe Gesteinseinheiten im sächsischen Vogtland 

Im sächsischen Vogtland treten Gesteinseinheiten auf, die als »schwach metamorph« bezeichnet werden. Verbreitet sind Tonschiefer sowie Phyllite, stellenweise begleitet von Grauwacken. Daneben tritt im Vogtländischen Kuppenland eine Wechselfolge von Tonschiefern, Kalken und Diabasen auf. Das unterschiedliche Verwitterungsverhalten dieser Gesteine war ausschlaggebend für die namensgebende Reliefgestaltung. Reine Lössablagerungen kommen im Vogtland nicht großflächig vor. Dennoch findet sich dieses Windsediment auch hier als Bestandteil der Böden wieder.

Das Bild zeigt als lokaltypischen Boden eine Podsol-Braunerde aus schluffigem Verwitterungsschutt über Schluffschiefer.
Daneben führten in weiten Teilen des Vogtlandes die Substratverhältnisse in Verbindung mit geringen Geländeneigungen zur Ausbildung von Böden, die sich im Jahresverlauf durch längere Feucht- oder sogar Nassphasen auszeichnen. Diese werden als Pseudogleye bezeichnet. In der Landwirtschaft wird von staunassen oder wechselfeuchten Standorten gesprochen, die häufig recht schwierig zu bewirtschaften sind.

Das Bild zeigt eine Podsol-Braunerde aus schluffigem Verwitterungsschutt über Schluffschiefer.
Podsol-Braunerde aus schluffigem Verwitterungsschutt über Schluffschiefer  
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